11. Dezember 2025
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Contentplan erstellen – warum ohne klare Struktur selbst guter Content verpufft

Es gibt im Marketing kaum ein Thema, das so unterschätzt wird wie das Thema Contentplan erstellen. Die meisten Teams produzieren Content spontan, reaktiv, manchmal getrieben von aktuellen Themen, manchmal aus schlechtem Gewissen, weil „man mal wieder etwas posten müsste“. Doch ein guter Contentplan entscheidet darüber, ob man Content produziert – oder ob man durch Content systematisch Reichweite, Vertrauen, Authority und Leads aufbaut.

In meiner Arbeit als Marketing-Freelancer und Berater habe ich schnell verstanden, dass ein Contentplan nicht einfach ein Kalender mit Themen ist. Wenn man ernsthaft einen Contentplan erstellen will, der Wachstum erzeugt, dann ist dieser Plan ein strategisches Werkzeug, ein Priorisierungssystem und eine Steuerungslogik für Markenkommunikation. Ohne ihn entsteht Stückwerk. Mit ihm entsteht ein Kommunikationssystem.

Ein strukturierter Contentplan ist nicht nur eine Planungshilfe – er ist ein Wachstumsinstrument. Er sorgt dafür, dass Content nicht zufällig entsteht, sondern gezielt, konsistent und sinnvoll auf das Geschäftsmodell einzahlt.

Warum Contentplanung heute unverzichtbar ist

Wer heute Content veröffentlichen möchte, kämpft um Aufmerksamkeit in einem Markt, der täglich mehrere Milliarden Inhalte veröffentlicht. Ohne Plan gibt es keine Chance, sich durchzusetzen. Doch wenn man einen Contentplan erstellen möchte, der tatsächlich Wirkung zeigt, muss man verstehen, warum Planung der entscheidende Faktor ist.

1. Content wird zum Wettbewerbsvorteil

Laut HubSpot generieren Unternehmen, die regelmäßig Content veröffentlichen, 67 Prozent mehr Leads als Unternehmen ohne klare Contentplanung (Quelle: HubSpot Marketing Report 2023).

2. Konsistenz schlägt Kreativität

Viele Teams glauben, dass gute Ideen entscheidend sind. In Wahrheit ist Regelmäßigkeit entscheidend. Ein Contentplan stellt sicher, dass diese Regelmäßigkeit möglich wird.

3. Planung reduziert Stress & erhöht Qualität

Wer Content spontan erstellt, arbeitet immer gegen die Uhr. Wer einen Contentplan erstellen kann, arbeitet strategisch, vorausschauend und mit weniger Fehlbelastungen im Team.

4. Content wird planbar skalierbar

Wenn ein Prozess existiert, kann man ihn delegieren, optimieren, automatisieren oder später an ein Social-Media-Team übergeben.

Wie man einen Contentplan erstellt – der vollständige Leitfaden

Ein guter Contentplan beginnt nicht mit einem Kalender.
Er beginnt mit Fragen.
Fragen, die bestimmen, worüber du sprichst, warum du es tust und welchen Effekt du erreichen möchtest.

Ich zeige dir den Prozess, den ich selbst nutze, wenn ich für Startups, Gründer oder Scale-ups einen Contentplan erstellen soll.

Schritt 1: Zieldefinition – worauf soll der Contentplan einzahlen?

Wenn man einen Contentplan erstellen möchte, muss man zuerst wissen, welche strategische Funktion Content im Unternehmen hat. Content kann unterschiedlichste Ziele erfüllen:

  • Brand Building
  • Leadgenerierung
  • Kundenbindung
  • Authority Building (Thought Leadership)
  • Recruiting
  • SEO-Traffic steigern
  • Markenpositionierung schärfen

Die meisten Contentpläne scheitern, weil sie alle Ziele gleichzeitig verfolgen. Das erzeugt Chaos.

Deshalb brauchst du eine klare Priorität.

Beispiel:
„Der Contentplan soll primär die Sichtbarkeit bei unserer Kernzielgruppe erhöhen und als sekundäres Ziel Leads für unser Beratungsgespräch generieren.“

Erst wenn das geklärt ist, macht es Sinn, einen Contentplan zu erstellen, der tatsächlich Ergebnisse bringt.

Schritt 2: Zielgruppe tief verstehen

Content ohne Zielgruppenverständnis ist wertlos.
Wenn du einen Contentplan erstellen willst, musst du wissen:

  • Welche Probleme hat meine Zielgruppe wirklich?
  • Welche Sprache benutzt sie?
  • Welche Lösungen sucht sie aktiv?
  • Welche Fragen stellt sie täglich?
  • Welche Inhalte konsumiert sie bereits?

Gute Contentplanung basiert nicht auf Kreativität –
sie basiert auf Relevanz.

Ein kleiner Trick aus der Praxis:
Wenn ich einen Contentplan erstellen will, lese ich zuerst:

  • Produktbewertungen
  • Forenbeiträge
  • Reddit-Threads
  • LinkedIn-Kommentare
  • Support-Tickets
  • interne Sales-Gespräche

Das liefert echtes Sprachmaterial.

Schritt 3: Themencluster definieren – das Herz eines guten Contentplans

Wenn du Content organisch wachsen lassen möchtest, brauchst du Themencluster.
Ein guter Contentplan besteht niemals aus einzelnen, isolierten Posts.
Er besteht aus Content-Clustern, die zusammen eine inhaltliche Autorität aufbauen.

Typische Cluster sind:

  • Problem-Cluster (Pain Points)
  • Lösungs-Cluster (How-To’s)
  • Trust-Cluster (Testimonials, Insights)
  • Educational-Cluster (Wissen, Trends, Analysen)
  • Storytelling-Cluster (Founder-Insights, Learnings)
  • SEO-Cluster (Keywords, Ranking-Chancen)

Wenn du einen Contentplan erstellen willst, der nicht verpufft, dann brauchst du klare thematische Säulen.

Schritt 4: Kanalstrategie – wo der Content veröffentlicht wird

Der größte Fehler bei Contentplanung:
Zu viele Kanäle gleichzeitig.

Wenn man einen Contentplan erstellen will, der realistisch umsetzbar ist, muss man zuerst entscheiden, wo der Content erscheinen soll.

Typische Kanäle:

  • LinkedIn (B2B Pflichtkanal)
  • Instagram
  • TikTok
  • YouTube
  • Website / Blog (für SEO)
  • E-Mail-Marketing
  • Podcast

Die Wahl der Kanäle bestimmt die Formate.
Und die Formate bestimmen die Ressourcen.

Wenn du eine kleine Marketingressource hast, empfehle ich:

1 Fokuskanal
1 unterstützender Kanal
1 langfristiger Kanal (SEO oder YouTube)

Mehr ist am Anfang kaum nachhaltig machbar.

Schritt 5: Contentformate definieren

Ein guter Contentplan besteht aus einer Mischung aus:

  • Shortform Content (Reels, LinkedIn Posts, Shorts)
  • Longform Content (Blogartikel, YouTube Videos, Whitepaper)
  • Authority Content (Frameworks, Analysen, Studien)
  • Conversion Content (Case Studies, Testimonials)
  • Storytelling Content (Learnings, Behind the Scenes)

Wenn du einen Contentplan erstellen möchtest, der langfristig funktioniert, brauchst du eine Wiederholung bestimmter Formate, damit du als Marke wiedererkennbar wirst.

Schritt 6: Contentfrequenz – wie oft posten?

Viele Teams scheitern daran, dass sie ihre Frequenz zu hoch planen.
Ein Contentplan erstellt sich leicht – aber die Umsetzung scheitert an unrealistischen Erwartungen.

Hier meine bewährte Empfehlung:

Minimum-Setup

  • 1–2 LinkedIn Posts pro Woche
  • 1 Longform Content pro Monat (SEO oder YouTube)
  • 1 Newsletter pro Monat

Wachstums-Setup

  • 3 LinkedIn Posts pro Woche
  • 2 Shorts pro Woche
  • 1 Blogartikel alle 2 Wochen

Aggressives Scaling

tägliche Shortform Videos

  • 4–8 Longform Inhalte pro Monat
  • Social Repurposing über mehrere Kanäle

Ein Contentplan erstellen muss ambitioniert, aber realistisch sein.

Schritt 7: Produktion & Workflow festlegen

Ein Contentplan ist wertlos, wenn es keinen Produktionsprozess gibt.

Ich empfehle immer einen klaren 6-Schritte-Prozess:

  • Themenrecherche
  • Outline
  • Erstellung
  • Review
  • Design / Schnitt
  • Veröffentlichung
  • Analyse

Ein Contentplan erstellen heißt nicht nur Themen planen –
es heißt, Prozesse planen.

Schritt 8: Tools, die dir helfen, deinen Contentplan zu erstellen

Hier die besten Tools aus meiner Erfahrung:

Planung & Organisation

  • Notion
  • Trello
  • Asana
  • Airtable

SEO & Content Research

  • Ahrefs
  • SEMrush
  • Mangools
  • AnswerThePublic

Design & Produktion

  • Canva
  • Figma
  • CapCut
  • Descript

Publishing

  • Buffer
  • Hootsuite
  • Later

Mit diesen Tools kann jeder Startup-Gründer einen professionellen Contentplan erstellen – selbst ohne großes Team.

Schritt 9: Messbarkeit – ohne KPIs bringt ein Contentplan nichts

Einen Contentplan erstellen bedeutet auch, KPIs zu definieren.

Wichtige Metriken:

  • Impressionen
  • Engagement Rate
  • Click-Through-Rate
  • Website-Visits
  • Leads
  • Conversion Rate
  • SEO-Positionen
  • Newsletter-Anmeldungen

Was man nicht misst, kann man nicht verbessern.

Schritt 10: Optimierung – der Contentplan entwickelt sich weiter

Ein guter Contentplan ist nie fertig.
Er ist ein lebendes Dokument.

Ich selbst überarbeite Contentpläne bei meinen Kunden:

  • monatlich (optimieren)
  • vierteljährlich (neue Ziele)
  • jährlich (neue Strategie)

Ein Contentplan erstellen heißt: lernen, testen, verbessern.

Warum ein Contentplan Startups hilft, schneller zu wachsen

Startups haben selten große Budgets.
Aber sie haben die Möglichkeit, sich durch Inhalte eine starke Präsenz aufzubauen, die unabhängig von Paid Ads funktioniert.

Ein guter Contentplan:

  • schafft Fokus
  • spart Zeit
  • reduziert Chaos
  • steigert Output
  • verbessert Qualität
  • erzeugt Leadfluss
  • baut Trust auf
  • stärkt die Marke nachhaltig

Wenn du einen Contentplan erstellen kannst, der konsequent umgesetzt wird, brauchst du in vielen Fällen weniger Werbebudget, nicht mehr.

Einen Contentplan erstellen heißt, die Kontrolle über deine Markenkommunikation übernehmen

Ein Contentplan ist kein Luxus, sondern ein Fundament.
Wenn du Content dem Zufall überlässt, wirst du vom Markt ignoriert.
Wenn du Content planst, steuerst du deine Wahrnehmung, deine Reichweite und deine Leads.

Wenn du Unterstützung beim Contentplan erstellen brauchst – egal ob für SEO, LinkedIn, Instagram oder Multi-Channel – begleite ich dich gern.

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Ich habe in den letzten 15 Jahren zahlreiche Gründer bei der Entwicklung und Umsetzung ihrer Branding- und Marketingstrategie begleitet – von der Seed-Phase bis zum Exit. Wenn du dir Unterstützung wünschst – als Sparringspartner, Coach oder operativer Mitdenker – dann melde dich gern.