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Stellenausschreibung für CMO – warum dein Text über Erfolg oder Misserfolg entscheidet
Die meisten Unternehmen behandeln ihre Stellenausschreibung für CMO wie ein Pflichtdokument. Eine Liste aus Aufgaben, Anforderungen und ein paar Bulletpoints zu Benefits. Genau dort beginnt das Problem.
Gute CMOs lesen keine Stellenausschreibungen wie ein Bewerbungsformular.
Sie lesen sie wie ein strategisches Positionspapier.
Denn ein starker CMO fragt sich beim Lesen nicht: „Kann ich das?“
Er fragt: „Will ich das?“
Deine Stellenausschreibung für CMO ist keine HR-Maßnahme.
Sie ist Marketing.
Und zwar das erste Marketing für dein eigenes Unternehmen.
Warum klassische Stellenanzeigen die besten CMOs abschrecken
Ich habe in meiner Karriere unzählige Stellenausschreibungen für CMO gesehen. Und ehrlich gesagt: Die meisten wirken wie aus dem Jahr 2008.
„Wir suchen einen Marketing-Allrounder.“
„Sie sind kreativ, belastbar und teamfähig.“
„Flache Hierarchien und Obstkorb.“
Ein guter CMO weiß sofort:
Hier hat sich niemand Gedanken gemacht.
Und wenn sich niemand Gedanken über eine Stellenausschreibung für CMO macht,
macht sich wahrscheinlich auch niemand Gedanken über Marketingstrategie.
Top-Kandidaten haben die Auswahl.
Sie bewerben sich nicht auf Anforderungslisten.
Sie springen auf Vision, Verantwortung und Wirkung an.
Was eine moderne Stellenausschreibung für CMO leisten muss
Eine gute Stellenausschreibung für CMO erfüllt drei Funktionen:
- Sie zeigt Ambition und Reife
- Sie macht den Einflussbereich der Rolle sichtbar
- Sie spricht High-Performer emotional und rational an
CMOs wollen:
- strategische Verantwortung
- Gestaltungsfreiheit
- ein ernsthaftes Mandat
- Einfluss auf Geschäftsentscheidungen
- Innovationsspielraum
- Budget-Hoheit
- Wachstumspotenzial
Wer nur operative Aufgaben ausschreibt, bekommt operatives Personal – keinen CMO.
So sollte eine Stellenausschreibung für CMO heute aufgebaut sein
1. Einstieg: Warum es diese Rolle gibt
Keine Einleitung über das Unternehmen.
Sondern ein klarer, aufrichtiger Grund:
- Warum suchst du jetzt einen CMO?
- Was ist die Situation?
- Wachst ihr?
- Skaliert ihr?
- Baut ihr neu auf?
Ein guter Einstieg könnte zum Beispiel betonen:
Marketing steht bei euch vor einem Entwicklungssprung — von operativ zu strukturiert, von Kampagnen zu System. Und genau deshalb suchst du einen CMO.
Das triggert A-Player sofort.
2. Rolle & Mandat klar beschreiben
Eine der wichtigsten Fragen guter Kandidaten lautet:
„Was darf ich entscheiden?“
Also beschreibe offen:
- Wie groß ist der Einfluss auf Strategie?
- Wie eng ist die Zusammenarbeit mit Geschäftsführung?
- Gibt es Budgetverantwortung?
- Gibt es Personalverantwortung?
- Wie groß ist das aktuelle Team?
- Ist Wachstum geplant?
Je klarer du diesen Bereich formulierst, desto attraktiver wird deine Stellenausschreibung für CMO.
3. Die Aufgaben nicht falsch formulieren
Viele Unternehmen listen Aufgaben wie:
- Planung von Kampagnen
- Betreuung von Social Media
- Erstellung von Content
Ein echter CMO liest das und denkt:
„Das ist kein CMO. Das ist ein Marketingmanager.“
Du solltest eher formulieren:
- Aufbau einer skalierbaren Marketingorganisation
- Entwicklung einer integrierten Marketingstrategie
- Aufbau von KPI-Systemen
- Führung des Marketingteams
- Verzahnung von Marketing & Vertrieb
- Markenpositionierung
- Steuerung externer Dienstleister
- Budgetkontrolle und ROI-Verantwortung
Das ist CMO-Niveau.
4. Anforderungen realistisch und sinnig formulieren
Der größte No-Go-Faktor:
Anforderungslisten mit 25 Punkten.
Ein guter CMO ist kein Superheld.
Er ist ein Leader.
Beschreibe besser:
- unternehmerisches Denken
- strategische Kompetenz
- Führungserfahrung
- Kostenbewusstsein
- Erfahrung in skalierenden Unternehmen
- analytische Stärke
- Kommunikationsfähigkeit
Formuliere lieber Eigenschaften als Tool-Listen.
Worauf Top-CMOs wirklich anspringen
Das sind die Trigger, die in einer Stellenausschreibung für CMO funktionieren:
- „Du baust Strukturen, keine Kampagnen“
- „Du bekommst Mandat, nicht Mikromanagement“
- „Du gestaltest Marke und Wachstum“
- „Du hast Einfluss auf Geschäftsentscheidungen“
- „Du führst ein Team – kein Sammelsurium an Freelancern“
- „Deine Arbeit ist sichtbar“
- „Deine Entscheidungen zählen“
CMOs wollen nicht arbeiten.
Sie wollen wirken.
No-Gos, die deine Stellenausschreibung für CMO sofort uninteressant machen
Diese Punkte vergraulen Top-Kandidaten:
- Textbausteine aus alten Stellenanzeigen
- vage Formulierungen
- keine Zahlen
- keine Vision
- keine klare Struktur
- unrealistische Anforderungskataloge
- operative Aufgaben ohne strategische Freiheitsgrade
- kein Wort zu Wachstumsperspektiven
- kein Wort zu Entscheidungsbefugnissen
Kurz gesagt:
Je generischer die Anzeige, desto schlechter die Bewerber.
Wie du die besten CMO-Kandidaten erreichst
Die Wahrheit:
Die besten CMOs suchen selten aktiv nach Jobs.
Du musst sie finden.
Die erfolgreichsten Kanäle sind:
1. Persönliche Netzwerke
- Investoren
- Gründerkontakte
- Headhunter
- alte Kollegen
2. LinkedIn Active Sourcing
Aber professionell, nicht mit Massennachrichten.
3. Executive Search
Gerade für strategische Rollen sinnvoll.
4. Content & Sichtbarkeit
Wer Thought Leadership betreibt, zieht CMOs an, ohne zu suchen.
Headhunter oder selbst suchen?
Ich sage klar:
Beides.
Headhunter sind sinnvoll, wenn:
- du Zeit hast
- du Senior-Level suchst
- du nicht im Netzwerk bist
- du schnell skalieren musst
Direktsuche lohnt sich, wenn:
- du gut vernetzt bist
- du eine starke Employer-Brand hast
- du selbst auf LinkedIn sichtbar bist
Wie du dich als Unternehmen für gute CMOs attraktiv machst
Das vergessen viele:
CMOs bewerben sich nicht nur bei dir –
du bewirbst dich auch bei ihnen.
Mach sichtbar:
- klare Vision
- echter Gestaltungsspielraum
- offene Kultur
- Innovationsbereitschaft
- Entscheidungsfreiheit
- Wachstumsaussichten
- ehrliche Kommunikation
Gehaltsfrage: Warum gute CMOs ihr Gehalt selbst verdienen
Viele Gründer schrecken vor Senior-Gehältern zurück.
Fakt ist:
Ein guter CMO amortisiert sich schnell.
Wenn dein CMO:
- Conversion Rate verbessert
- Marketing effizienter macht
- Skalierbarkeit aufbaut
- Branding stärkt
- Retention erhöht
hat er sein Gehalt meistens nach wenigen Monaten mehrfach wieder eingespielt.
CMO zuerst oder Team zuerst einstellen?
Meine klare Empfehlung aus der Praxis:
ZUERST CMO
DANN TEAM
Ohne Strategen gibt es Chaos.
Ohne Team gibt es Leitung.
Ein CMO ohne Team ist ineffizient.
Ein Team ohne CMO ist planlos.
Deine Stellenausschreibung entscheidet über deine Marketingzukunft
Eine gute Stellenausschreibung für CMO ist keine Formalität.
Sie ist das Fundament deiner Marketingorganisation.
Wenn du willst, dass Top-Talente sich bewerben,
musst du zeigen, dass du Top-Ambitionen hast.
Wenn du willst, helfe ich dir gern, eine Stellenausschreibung für CMO zu erstellen, die wirklich Bewerbungen bringt.
Noch Fragen? Oder brauchst du Sparring?
Ich habe in den letzten 15 Jahren zahlreiche Gründer bei der Entwicklung und Umsetzung ihrer Branding- und Marketingstrategie begleitet – von der Seed-Phase bis zum Exit. Wenn du dir Unterstützung wünschst – als Sparringspartner, Coach oder operativer Mitdenker – dann melde dich gern.





